In den kommenden Jahren wird trotz aller Energie-Effizienzmaßnahmen der Stromverbrauch stetig steigen. Nur ein Teil des Energiebedarfes für die von der EKG belieferten Klagenfurter Haushalte und Unternehmen können derzeit durch Strom- und Wärme-Eigenproduktion versorgt werden.
Um von Energie-Zukäufen unabhängiger zu werden, vor allem aber um die Umwelt durch die Schließung des derzeit im Einsatz stehenden Fernheizwerkes zu verbessern, ist das soeben durch die UVP 2010 bestätigte neue Gas-Dampf-Kraftwerk notwendig.
Stromversorgung
- Die Stromaufbringung für Klagenfurt erfolgt zu ca. 15% durch Eigenerzeugung aus dem Fernheizkraftwerk Klagenfurt und dem Wasserkraftwerk Rain an der Gurk
- Der Stromverbrauch im Netz von Klagenfurt ist – im Vergleich zum Vorjahr – auch 2010 wieder um 2,8% gestiegen
- Im Gegensatz zu der jahreszeitlich bedingten geringen Wasserkrafterzeugung an Flüssen im Winter kann eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage die Stromversorgung in Verbrauchs-Schwerpunkten ohne Leitungsverluste lokal erzeugen, die Stromversorgung der EKG-Kunden gewährleisten und zusätzlich die Wärmeversorgung für die Gebäudeheizung optimal bereitstellen
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Der jährliche Stromverbrauchs-Zuwachs liegt bei ca. 2%, was für Kärnten der Jahres-Erzeugung eines Draukraftwerkes Villach und für Österreich der Jahres-Erzeugung eines Donaukraftwerkes Freudenau entspricht
17% des österreichischen Stroms wird in Wärmekraftwerken – unabhängig von Wettereinflüssen – umweltschonendst erzeugt
Fernwärmeversorgung
- Die Landeshauptstadt Klagenfurt ist mit ca. 23.000 fernwärmebeheizten Wohnungen von insgesamt 55.000 bereits im österreichischen Spitzenfeld
- Die Erzeugung der Fernwärme erfolgt zum Großteil mit dem Fernheizkraftwerk Klagenfurt, der ersten öffentlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage Österreichs aus 1949, mittels Heizöl Schwer
- Fernwärme ist – neben dem Bereich Verkehr – eine wesentliche Lösung der Feinstaub- und Stickstoffoxid-Probleme, da dadurch Kohle- und Ölheizungen ersetzt werden
- Fernwärme ist die sauberste Wärmeversorgungs-Möglichkeit und kann aufgrund der gemeinsamen Produktion von Strom und Wärme hocheffizient und umweltschonend zur Verfügung gestellt werden

Daten & Fakten GDK:
- Investitionsvolumen: 330 Millionen Euro
- Regionale Wertschöpfung: Rund 50 Millionen Euro
- Leistung: Strom ca. 400 MW; Fernwärme 200 MW
- Erzeugungskapazität: 2,4 TWh (2,4 Mrd. kWh). Das sind im Jahr 2015 etwa 40 % des Stromverbrauches von Kärnten oder der Bedarf von 240.000 Haushalten.
- Sichere und saubere Fernwärme: Derzeit sind bereits 23.000 Haushalte angeschlossen, geplant ist der Anschluss von mindestens 25.000
- Arbeitsplätze Bauphase: Bis zu 300
- Arbeitsplätze Betrieb: 25 (vor Ort, ohne Zukauf von Dienstleistungen am Standort)